Die Corona-Pandemie hat das Leben der Menschen nachhaltig verändert. In vielen Lebensbereichen gibt es starke Einschränkungen. Manch einer kann sich kaum noch an die Normalität vor Covid-19 erinnern. Bei einem Blick auf die Immobilienwelt stellt sich die Frage, ob die Corona-Pandemie auch hier für Veränderungen gesorgt hat?

Das Segment entscheidet

Die Corona-Pandemie hat den Immobilienmarkt durcheinander gewirbelt. Der Trend zum Home-Office und wirtschaftliche Ungewissheit veränderten den Fokus der Käufer. Gewerbeimmobilien büßten an Beliebtheit ein. Niemand kann heute ehrlich abschätzen, welcher Bedarf an Büroimmobilien in Zukunft herrscht. Darüber hinaus wenden sich immer mehr Menschen kleineren Immobilien zu. Privatkunden bevorzugen zunehmend Häuser in Randgebieten mit Anbindung zur Stadt. Die Pandemie hat ländliche Regionen zu einer echten Alternative für die Menschen gemacht. Wer auch zukünftig im Home Office arbeiten kann, muss nicht mehr in der Nähe seines Arbeitsplatzes wohnen. Die Preise für Immobilien an B-Standorten und Randlagen ziehen überdurchschnittlich an.

Preise steigen weiter

Zu Beginn der Corona-Krise rechneten Experten mit dem Ende der Immobilien-Hausse. Die Realität zeigte das Gegenteil. Die Preise für Immobilien stiegen 2020 weiter an. Die Nachfrage nach Häusern und Wohnungen blieb unverändert hoch. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass die Preise für Wohnimmobilien im dritten Quartal 2020 um fast 8 % zum Vorjahr wuchsen.

Besichtigungen schwieriger, Prüfung der Bonität sorgfältiger

Aus dem Alltag von Immobilieninvestoren hört man von zwei Entwicklungen. Durch Kontaktbeschränkungen ist die Besichtigung von Immobilien zunehmend schwieriger. Auflagen prägen den Besichtigungstermin. Offene Besichtigungen mit unzähligen Interessenten gehören der Vergangenheit an. Heute gibt es Einzeltermine oder sogar Online-Führungen. Darüber hinaus bleibt die Finanzierung durch die Bank weiterhin möglich. Die Verantwortlichen werfen jedoch einen genaueren Blick auf die Bonität der potenziellen Immobilienkäufer.

Höhere Unsicherheit

Dennoch scheinen langfristige Prognosen hinsichtlich der Entwicklung des Immobilienmarkts kaum möglich. Wirtschaftliche Folgen der Pandemie lassen sich heute nur unzureichend abschätzen. Die Rezession hat noch keine Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Dies könnte sich in Zukunft jedoch ändern, sodass mehr Immobilien auf den Markt kommen. Allerdings würde diese Entwicklung zunehmend Gewerbeimmobilien betreffen. Wohnimmobilien bleiben weiterhin aussichtsreich.

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