Die Maklerprovision oder auch Maklercourtage genannt, ist eine klassische Nebengebühr bei einem Haus- oder Wohnungskauf. Der eingesetzte Makler bekommt für die geleisteten Tätigkeiten eine Entlohnung, die als erfolgsabhängiges Honorar ausgezahlt wird. Die Höhe dieser Provision wird nahezu in allen Fällen als Prozentsatz vom Immobilienwert bestimmt. Zum 23.12.2020 trat ein neues Gesetz im Zusammenhang mit dieser Nebengebühr in Kraft, über welches Sie im Folgenden alle notwendigen Informationen erhalten.

Gesetzliche Änderung zur Maklerprovision

Bereits im August 2019 einigte sich die Große Koalition während ihres sogenannten Wohnpaktes darauf, die Maklerprovision bei einem Immobilienverkauf fortan aufzuteilen. Diese Einigung wurde im Juni 2020 unter dem Namen „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäusern“ verabschiedet. Ende Dezember 2020 trat dieses Gesetz endgültig in Kraft und bedeutete somit einen neuen Standard auf dem Immobilienmarkt im Jahr 2021. Die Einigung zielt darauf ab, dass die Maklerprovision nicht mehr von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt wird. Das neue Gesetz ist bundeseinheitlich gültig und gibt deutlich an, wer die Maklerprovision bei einem Immobilienkauf im privaten Bereich zu tragen hat.

Maklerprovision teilt sich zur Hälfte

Das Gesetz besagt, dass in jedem deutschen Bundesland die Maklerprovision vom Verkäufer und eventuell dem Käufer getragen wird. Die Höhe, die der Käufer der Immobilie von der Provision zu
zahlen hat, ist auf 50 % begrenzt, der Verkäufer kann in unbegrenzter Höhe zur Kasse gebeten
werden. Hat der Makler beispielsweise eine Courtage von 6,2 % ausgerufen, so muss der Verkäufer mindestens 3,1 % davon übernehmen. Auf Wunsch darf er aber auch mehr zahlen, wenn dies etwa bei den Verkaufsverhandlungen zu einem Kriterium werden sollte. Der Käufer ist soweit geschützt, als dass

er immer nur maximal die Hälfte der Maklerprovision übernehmen muss. Außerdem ist er erst dann zur Zahlung dieser Gebühr verpflichtet, wenn der Verkäufer die Zahlung seines Anteils bereits durchgeführt hat und dies beweisen kann.

Anwendung der neuen Regelung

Die neuen Regelungen zur Zahlung der Maklercourtage finden nicht generell auf alle Immobilienverkäufe eine Anwendung. Vereinfacht lässt sich sagen, dass nur Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen erfasst werden, deren Käufer nicht gewerblich auftreten. Somit fallen gewerbliche Immobilien, Mehrfamilienhäuser oder andere Anlageimmobilien, Grundstücke sowie gemischt genutzte Objekte aus der neuen Regelung heraus. Hier kann wie bisher weiterhin der Käufer die komplette Maklergebühr übernehmen müssen. Außerdem sind sämtliche Immobiliengeschäfte für Mietobjekte nicht von der neuen Regelung betroffen. Überdies dürfen sich gewerbliche Käufer nicht auf den neuen Schutz berufen.

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